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  TORONTO FC 4
     
  NEW ENGLAND REV. 1
Halbzeitstand 1:1
 
Sa., 29.09.2018 - 19:30 Uhr
Tore:
  0:1 Penilla (10.)
1:1 Giovinco (36.)  
2:1 Janson (53.)  
3:1 Victor Vazquez (58.)  
4:1 Delgado (81.)  
   
   
   
BMO Field, Toronto
24.710 Zuschauer
Major League Soccer (US 1)
32. Spieltag 18/19
 
 
Ticket: 29 Euro - E-Ticket - Sitzplatz Gegengerade
 
 
 
 
 
 

Auf die zwei eher übersichtlichen Städte Montreal und Ottawa sowie einen Tagestrip zum Algonquin-Nationalpark folgte der urbane Dschungel in Kanadas größter Stadt Toronto. Die Metropole am Ontariosee ist nur ein wenig kleiner als Berlin und forderte von uns etwas mehr Tempo beim Erkunden und Besichtigen. An unserem ersten Tag verschafften wir uns einen Überblick über die Innenstadt aus der Frosch- und der Vogelperspektive. Die Aussichtsplattform des CN Towers, dem höchsten Gebäude Kanadas, bot einen tollen Blick auf die Skyline sowie das Rogers Centre und das BMO Field. Bevor es am nächsten Tag auch um den König Fußball gehen sollte, freute ich mich heute auf einen kleinen sportlichen Vorgeschmack im Ballpark der Toronto Blue Jays. Unter dem geschlossenen Dach der modernen Arena lernten wir einiges über die Geschichte der Sportstätte und des einzigen MLB-Klubs Kanadas und lauschten Anekdoten, wie der des Homeruns, der einer Frau im edlen Stadionrestaurant in die Suppe flog. Toronto ist mit den äußerst erfolgreichen Maple Leafs (Eishockey), den besagten Blue Jays (zwei World Series-Titel), den Basketball spielenden Raptors und den Kickern vom Toronto FC auch sportlich die bedeutendste Stadt Kanadas.

Den letzten Titel für die Stadt konnten die Außenseiter des Toronto FC im vergangenen Jahr erringen. 2007 gegründet, wurde das Franchise der Vorreiter für die beiden anderen kanadischen MLS-Teams aus Montreal und Vancouver und wurde 10 Spielzeiten später durch einen 2:0-Sieg über Seattle im Finale des MLS-Cups verdienter nordamerikanischer Fußballmeister. Großen Anteil am Erfolg hatten der US-amerikanische ehemalige Europa-Legionär Jozy Altidore sowie sein ebenso treffsicherer Sturmpartner und ehemaliger Juve-Star Sebastian Giovinco. In diesem Jahr hinkt der amtierende Meister jedoch stark hinterher und wird nicht an den Playoffs teilnehmen. Was für Toronto eine böse Überraschung sein dürfte, ist bei den Gegnern aus Foxboro, den New England Revolution, leider traurige Normalität. Dem Franchise aus dem Großraum Boston gehören meine Sympathien, sodass ich die Resultate des MLS-Gründungsmitglieds hier und da verfolge. Hier reichte es in den letzten beiden Jahren nicht für die Playoffs und auch in diesem Jahr ist ein Platz an der Sonne nicht mehr zu erreichen.

Trotz der sportlichen Bedeutungslosigkeit verirrten sich an diesem Samstagabend angeblich knapp 25.000 Fans ins Stadion. Meiner Meinung nach blieben jedoch mehr als die offiziell angegeben 5.000 Plätze im schmucken BMO Field leer. Dafür gab es dank der „Armed Forces Appreciation Night“ ein nettes Flyover zum Ende der kanadischen Nationalhymne. Leider war es aufgrund der eintretenden Dunkelheit im Schatten des CN Towers nur laut, ohne dass man die Kampfjets wirklich sah. Das dazugehörige Feuerwerk gab es dann auch auf dem Platz. Ich durfte mich nur eine knappe halbe Stunde über die frühe Führung der Gäste aus Massachusetts (10.) freuen, ehe die Hausherren das Zepter in die Hand nahmen. Beginnend mit Giovincos Fernschuss-Geniestreich in der 36. Minute demontierte Toronto die Revolution und erspielte sich einen völlig verdienten 4:1-Sieg. Ein besonderes Schmankerl bot der Einsatz des allseits beliebten VAR nach einem vermeintlichen Tor der Gastgeber. Dieses wurde zuerst anerkannt und dann von den Refs auf den Monitoren begutachtet. Wie die Entscheidung schlussendlich ausfiel, wusste niemand so richtig. Klarheit brachte erst das reguläre 2:1 wenige Minuten später (53.), als der wohl nicht angepasste Spielstand von 2:1 einfach auf der Anzeigetafel stehen blieb. Was eine Katastrophe in Deutschland, Kanada und überall. Videobeweis abschaffen!

Fotos Sightseeing