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logo_rwo   RW OBERHAUSEN 1
     
Wappen SV Lippstadt 08   SV LIPPSTADT 08 1
Halbzeitstand 1:0
 
Fr., 02.02.2024 - 19:30 Uhr
Tore:
1:0 Kreyer (4.)  
  1:1 Maier (57.)
   
   
   
   
   
   
Stadion Niederrhein, Oberhausen
2.481 Zuschauer
Regionalliga West (DE IV)
20. Spieltag 23/24
 
 
 
Ticket: 12 Euro - Tageskasse - Stehplatz Kurve
Verpflegung: 5 Euro - Krakauer / 4 Euro - Bier 0,4l (KöPi)
 
 
 
 
 
 

Die Regionalliga West ist weiterhin gespickt mit massig Tradition. Gespickt mit etlichen Vereinen und Fanszenen, die die dritte Liga sicherlich bereichern würden. Trotzdem brachte man zwischen 2015 und 2021 mit Gladbach II, Lotte, Viktoria Köln, Uerdingen, Rödinghausen und Dortmund II durchweg Meister hervor, bei denen entweder niemand so wirklich „hurra“ schreit oder der sportliche Erfolg an Lust und Laune korrupter Investoren hängt (Uerdingen). Diese Entwicklung stoppte glücklicherweise in den letzten beiden Spielzeiten. Rot-Weiss Essen und Preußen Münster hießen die Aufsteiger mit belebter Geschichte und motiviertem Anhang. Wie sieht es in dieser Runde aus? An der Spitze der Tabelle prallen nun mit Bocholt und Aachen absolute Gegensätze aufeinander. Der unerwartete Emporkömmling aus dem Westmünsterland und der Publikumsmagnet aus dem Dreiländereck drehen einsam ihre Runden und werden wahrscheinlich den Aufstieg unter sich ausmachen. Eigentlich hatte sich auch Rot-Weiß Oberhausen für diese Spielzeit Hoffnungen auf die Rückkehr in den Profifußball gemacht. Zum Jahreswechsel war dieser Traum zumindest noch greifbar.

Einen ersten Dämpfer diesbezüglich, brachte das enttäuschende Remis gegen Gladbachs Reserve. Am ersten Freitag im Februar wohnte ich dem zweiten Versuch bei, die Weichen mit einem Sieg in Richtung Erfolg zu stellen. Nach einigen bereits frühlingshaften Tagen präsentierte sich der Winter mittlerweile wieder im herbstlichen Gewand. So verzichtete ich auf die Radtour und quälte mich mit dem Auto auf die hoffnungslos überfüllten Straßen des Ruhrgebiets. Im und um das Stadion Niederrhein fanden sich dann die üblichen zwei- bis dreitausend Zuschauer ein, die dem RWO auch gegen Gegner wie Lippstadt die Treue halten. Das Ticket für den Stehplatz kostete weiterhin 12 Euro, die wirklich stattliche Riesen-Krakauer gabs für 5 Euro und das König Pilsner kam für 6 Euro inklusive Pfand im spärlich gefüllten Sammelbecher zum 120-jährigen Vereinsjubiläums daher. Ähnlich wie beim S04 gibt es im Jubiläumsjahr zumindest sportlich wenig zu feiern. So erinnerte das Bild von RWO-Legende Kobluhm mit Meisterkranz der Regionalliga auf dem Becher an längst vergangene Triumphe. Im totalen Gegensatz präsentierte sich die Stimmung zwischen Emscher und Rhein-Herne-Kanal. Im Protest gegen Trainer Nowak und die sportliche Entwicklung präsentierte man nicht nur ein großflächiges „Nowak raus“-Plakat. Die aktive Fanszene verzichtete auch auf den Support.

Es dauerte jedoch nicht lange, bis Nowak erstmals jubeln durfte. Kreyers schöner Abschluss (5.) ließ den ehemaligen RWO-Profi, der sich mit seinem Engagement als Sportdirektor und Interimscoach in Essen bei seinem alten und neuen Club wenig Freunde machte, schon früh jubeln. Im ersten Durchgang versemmelten die Hausherren etliche weitere Möglichkeiten zur Vorentscheidung kläglich. Nach der Pause bot sich dann ein anderes Bild. Die Gäste aus Lippstadt, lautstark unterstützt von ca. 50 Schlachtenbummlern, führten eine 180-Grad-Wende herbei. Dass aus zahlreichen Chancen ausgerechnet die zum Erfolg führte (57.), die ein Totalversagen der Oberhausener Defensive nutzte, war der Stimmung im Lager der Rot-Weißen nicht wirklich zuträglich. Die Ultras in der Emscherkurve bekräftigten ihre Forderung nach einer Absetzung des Übungsleiters. Die Zuschauer auf der Gegengerade wollten ihr Team indes unterstützen und verschafften sich mit Anfeuerungen sowie „Ultras raus“ raufen Gehör. Was blieb also vom ersten Heimspiel des Jubiläumsjahres? Ein mageres Remis gegen das Kellerkind und eine gespaltene Anhängerschaft.